2026 Paznauntal
27.07.2026 Runde um Kappl zum Visnitzer Wasserfall
Die erste Tour unseres Urlaubs, führt uns auf einer Runde um Kappl und vorbei am Visnitzer Wasserfall.
Zu erst geht der Weg über eine Brücke, auf einen Forstweg, welcher stätig bergan verläuft. Von Anfang an, wird unser Blick immer wieder auf den Wegesrand gelenkt. Leckere Walderbeeren, Heidelbeeren und jede Menge Himbeeren wachsen reichlich in der Nähe des Weges.
Auf unserem Aufstieg, lockt ein uriger Pfad zur Abkürzung und wir geben der Verlockung nach. Herrlich angenehm zu laufen, auf weichem Waldboden, durchzogen mit Baumwurzeln und kleinen Felsbrocken.
Bevor wir zum Wasserfall kommen, machen wir einen Abstecher zur Rotwegkapelle. Eine schöne kleine Kapelle. Es gibt auch einen schönen Blick in das Tal und auf die gegenüberliegende Bergkette.
Nach der kleinen Besichtigung, gehen wir in Richtung Wasserfall. Nach kurzem Weg auf einem schmalen Pfad, erhält man zu dem Rauschen auch ein Bild des Wasserfalls. Schön anzuschauen.
Nun geht es wieder abwärts in das Tal. Dabei queren wir die Visnitz.
Angekommen im Tal, geht es wieder über eine Brücke und dann wieder hinauf nach Kappl Dorf. Dabei eröffnet sich wieder ein schöner Blick, dass Tal entlang.
Auf der Strasse laufen wir zum Zentrum von Kappl. Nun nur noch etwas abwärts und dann sind wir wieder zu Haus.
Nach kurzer Pause, machen wir mit der Dias-Seilbahn noch einen Ausflug in die Sunny Mountian Arena und von dort mit der Sesselbahn noch etwas höher. Von dort oben kann man sehr gut in das Paznauntal, Richtung Ischgl blicken.
Als Abschluss des Tages, genehmigen wir uns die Abfahrt zur Dias-Seilbahn mit Mountain Carts.
Wir konnten diesen Spass schon in Schladming, Ötztal und Pitztal geniessen. Eine tolle und herausfordernde Strecke. Das war sicher nicht die letzte Abfahrt mit den Carts.
Somit endet dieser erste Tag.
28.07.2026 Zur Niederelbehütte
Der heutige Tag beginnt mit strahlend blauem Himmel. Es sollte so auch den Rest des Tages bleiben. Erst mit der Diasbahn und dann mit dem Ablittsessellift geht es hinauf. Von der Bergstation starten wir die Tour zur Niederelbehütte. Über baumlose Wiesen und Schotterfelder, verfolgen wir den Weg. Ein schöner Bergpfad. Mal etwas aufwärts und wieder abwärts. Es ergeben sich immer wieder, schöne und weite Blicke ergeben sich nach jeder Biegung und laden zum fotografieren ein und zum geniessen.
So langsam kommt das Ziel, in der Ferne in Sicht. Nach längerem Abstieg, führt der Pfad nun vor der Hütte wieder steil bergan. Ein kleiner See befindet sich kurz vor der Hütte. Das müssen wir nutzen, um die Füsse zu entspannen. Sehr frisch und angenehm.
Nach kurzer Erfrischung auf der Terrasse, machen wir uns auf den Rückweg. Dieses Mal getrennt. Einer geht den gleichen Weg zurück und ich den steileren Abstieg zur Bergstation der Diasbahn.
Zuerst ein steiler Bergpfad und dann auf einer Forststrasse weiter. Trotzdem muss man aufpassen, denn auch die Strasse ist mit großen Steinen gespickt, wo man schnell stolpern kann. Vorbei an des Sesslad Alpe, führt die Strasse weiter Richtung Bergstation Diasbahn. Auf halber Strecke, geht ein Bergpfad seitlich ab. Naja läuft sich angenehmer als die schottrige Strasse, dachte ich. Allerdings macht der Pfad eine Biegung bergan und hält weiter an. Das wird nochmal schweisstreibend und anstrengend.
Dann ist auch endlich geschafft. Da mir noch etwas Zeit bleibt bis meine Frau eintrifft, fahre ich mit dem Lift noch einmal hinauf um mit dem Mountain Cart hinunter zu düsen. Immer wieder schön!!!
30.07.2026 Talweg Paznaun von Galtür nach Ischgl
Bei angekündigter Wärme, haben wir uns für einen nicht so fordernden Weg entschieden von Galtür nach Ischgl, entlang der Trisanna. Alles asphaltiert und ideal für Radfahrer, kann ich sagen für diesen Abschnitt. Es läuft sich dadurch sehr entspannt, allerdings auch etwas eintönig. Anfangs führt der Weg, teils in einer Klamm ähnlichen Schlucht entlang. Der spannendste Abschnitt dieser Tour. Highlights gab es so keine. Ischgl am Ende ist schon beeindruckend, wieviele hochpreisige Hotels und Unterkünfte sich auf engstem Raum tummeln. Das ist schon irre.
Deshalb lasse ich einfach mal die Fotos der Tour wirken, ohne weitere Erklärungen.
31.07.2026 Alpengasthof Zeinisjoch-Verbellaalpe-Weiberhimml
Der heutige Tag beginnt um 07:30 Uhr mit einer Busfahrt bis zum Alpengasthof Zeinisjoch. Von dort starten in Richtung Verbellaalpe. Der Bergpfad steigt am Anfang immer stetig an. Immer wieder bieten sich neue Blick, nah und fern.
Je höher wir aufsteigen, wird der Blick frei auf den nahen Kopsstausee. Am Wegesrand ist auch der Zeinissee zu sehen.
Der Pfad führt rechts am Hang entlang in eine Biegung und wird flacher. Da kommt auch schon unser erstes Ziel in Sicht. Die Verbellaalpe. Der Pfad führt auf eine Forststrasse, welche noch weiter in das Tal führt, bis zur Neuen Heilbronner Hütte. Doch das ist für uns nicht erreichbar. Auf der Alpe werden wir schon vom Hüttenhund begrüsst.
Nach einer kurzen Erfrischung in der Alpe und intensivem kraulen und kuscheln mit dem pummeligen Hüttenhund, machen wir uns wieder auf den Weg. Über die schottrige Forststrasse, die in eine asphaltierte Strasse übergeht, steuern wir das nächste Ziel an. Den Stausee. Von dieser Strasse können wir bis zur gesperrten Silvretta Hochalpenstrasse und dem Vermutstausee blicken.
Viele Mountainbiker begegnen uns auf dem Weg zum Stausee. Zuerst bergab und erst kurz vor dem See wieder steil bergauf. Der Blick zurück ist auch wieder schön.
Etwas schlängelt sich über den Weg und suchst das weite. Eine kleine Kreuzotter.
Der Stausee ist schon beeindruckend und über den breiten Damm, einfach zu überqueren.
Dann müssen wir nochmal schwitzen. Über eine geschotterte Forststrasse geht es bergauf. Es zieht sich.
Aber auch diese Steigung hat ein Ende und öffnet den Blick ins Tal nach Galtür. Doch unser nächstes Ziel ist die Faulbrunn Alm. Dort stärken wir uns. Eine urige Alm mit leckerem Essen.
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Ich mache mich nach einer kurzen Rast alleine auf einen weiteren Abstieg um noch Stempel einzusammeln. Erst gehe ich zur Fluchthorn Alm und dann weiter zum Weiberhimml. Ja die Alm heisst wirklich so. Nach einem kühlen Radler, fährt uns der Bus wieder nach Hause.
Als Tagesabschluss gönnen wir uns ein kühlendes Fussbad, direkt vor unserer Unterkunft in der Trisanna. Herrlich für beanspruchte Füsse!
Alles noch rechtzeitig, bevor ein kurzes, stürmisches, heftiges Gewitter durchs Tal fegte.
04.08.2026 See Bergstation Zeinisbahn Ascherhütte Versingalpe
Nach Shopping-Tag und unfreiwilliger Zwangspause, haben wir heute wieder die Wanderschuhe geschnürt. Mit dem Bus ging die Fahrt nach See. Hinauf mit der, in die Jahre gekommenen, Medrigjochbahn und der Zeinisbahn, um unseren Startpunkt zu erreichen. Schon hier gibt es eine wunderschönen und weiten Blick in das Paznauntal mit der Verwallgruppe und hinüber zu den Lechtaler Alpen.
Unser erstes Ziel ist die Ascherhütte.
Zuerst auf einer Schotterstrasse und dann weiter auf einem Bergpfad laufen wir hinüber. Nach kurzer Zeit erreichten wir die Hütte. Da spielten Kinder mit den freilaufenden Kühen, die ebenfalls mit allem spielen was sie finden können.
Nach dem abstempeln, nehmen wir einen wunderschönen Bergpfad, der stetig bergab führt, zur Versingalpe. Ein wirklich wunderbar zu gehender Pfad. Der Blick ist immer geradeaus gerichtet, immer im Blick, die beeindruckenden Lechtaler Alpen.
Wir geniessen jeden Schritt und machen viele Fotos. Leider können diese nur begrenzt die Atmosphäre einfangen. Hinzu kommt die unendliche Ruhe und Stille. Außer dem eigenem Schritt und dem entferntem Pfiff eines Murmeltieres, ist nichts zu hören. Sehr entspannend.
Als wir die Versingalpe erreichen, ist es Zeit für ein erfrischendes Radler. So erfrischt geht unsere Wanderung weiter, mit einer für uns so typischen, spontanen Weganpassung, um vom langweiligen Fahrweg abzuweichen. Etwas schweisstreibend, aber wunderschön.
Zuerst schritten wir über eine Wiese, von Markierung zu Markierung. Später wurde der Weg deutlicher erkennbar.
Nachdem wir unsere abenteuerliche Abkürzung beendet haben und wieder auf den breiten schottrigen Fahrweg zurückkehrt sind, legen wir unsere Wanderung fort zur Talstation der Zeinisbahn. Dabei schauen wir wieder hinüber zur Versingalpe und den Lechtaler Alpen.
Angekommen an der Talstation, beschliessen wir mit den Moutaincarts zu fahren. Eine Runde um die Strecke kennenzulernen und dann noch eine Runde zum Genuss und um es krachen zu lassen. Anscheinend finden die Carts auch Interesse bei den ortsansässigen Pferden. Diese grasen frei in der Nähe des Startpunktes und kreuzen durch die Carts hindurch. Wunderschön zu sehen, wie unerschrocken, unaufgeregt und selbstverständig das von statten geht.
Eine wirklich tolle Erfindung, die einen irren Spass macht. Auf sehr gut ausgebauter Strecke, kann man es streckenweise richtig fliegen lassen und schön um die Kurven driften. Kurzfristig sogar mit fast 60 km/h. Genialer Adrenalinkick und gelungener Tagesabschluss. Mit einem Radler und kleinem Imbiss klingt unser schöner Besuch in See aus.
05.08.2026 Ischgl Mittelstation Silvrettabahn Bodenalpe Paznaun Taja Alpenhaus
Für letzte Wanderung diese Urlaubs, habe ich mir die Königsetappe ausgesucht mit 744 Höhenmetern. Morgens mit dem Bus los nach Ischgl zur Silvrettabahn. hinauf bis zur Mittelstation und Rucksack aufsatteln.
Zuerst geht der Weg nur langsam bergan, hinein in das Fimbatal. Zuerst erreichen wir das Schwarzwasser. Ein langgezogenes Gewässer mit einem schönen Weg am Ufer entlang.
Von hier an gehe ich allein weiter. Teils auf einem Weg neben der asphaltierten Strasse und teils direkt auf der Strasse. Rechter Hand ragen die Felswände empor, so gewaltig und imposant.
Kaum zu glauben, bei den Aussentemperaturen, den Fimbabach überspannt hier einer Stelle großer Brocken Schnee. Erstaunlich!
Das erste Ziel, das Bergrestaurant Bodenalpe ist dann auch schon erreicht, mit einem schönen Blick zurück in das Tal.
Mein Heft abgestempelt und schon wieder gehts ab auf den Weg. Ein wenig zurück um dann rechts abzubiegen. Richtig ausgeschildert ist der Weg nicht, aber auf meinem Navigerät schon. Es geht steil nach oben auf einem Bergfad.
Mit diversen Schweißperlen auf der Stirn, komme ich am nächsten Zwischenziel an, der Paznauer Taja. Eine schöne, große Alm mit großer Terrasse, welche im Winter voll ausgelastet ist, hörte ich. Da ich die etwa die Hälfte der Höhenmeter erreicht habe, gönne ich mir eine kleine Pause beim kleinen Radler um etwas Energie und Flüssigkeit zu tanken.
Aber zu lange sitzen war nicht der Plan, also weiter auf der Tour. Ich folge weiter meiner Planung und orientiere mich an den Wegweisern, welcher mein Letztes Ziel anzeigen.
Nach geraumer Zeit merke ich, dass ich nicht mehr auf der geplanten Strecke laufe. Das sehe ich auf dem Navi. Aber die Kennzeichnung ist völlig intakt und es kommen mir immer wieder Wanderer entgegen. Also weiter.
Die Wegmarkierungen und der Pfad selber, scheinen erst in diesem oder letztem Jahr angelegt worden sein, um den langweiligen Fahrweg zu umgehen. Tolle Idee, toller Weg. Kurz bevor ich wieder auf die geplante Route treffe, komm ich an eine einsame Felsformation. Da kann hinaufklettern und eine herrlichen Rundumblick nehmen, über einen großen Teil des Skigebietes von Ischgl. Fantastisch!!!
Welch schönes Panorama, bei bestem Wetter!
Natürlich immer dabei meine Glücksbringer. Der kleine Pilz „Pünktchen“ und in diesem Urlaub dazugekommen, auf dem Weg nach Samnaun, „Berni“. Ein echter Schweizer.
Nun ist die Bergstation der Seilbahn schon sehr deutlich sichtbar. Auf der Zielgeraden wird der Weg nicht mehr ganz so fordernd. Trotzdem nicht überziehen und weiter im richtigen, gleichmässigen Tempo weiterlaufen. Eine sehr gute Erfahrung aus meiner geführten Alpenüberquerung im Jahr 2025. So kommt man noch immer, relativ, entspannt und nicht auf dem Zahnfleisch kriechend, am Ziel an.
Nach einer kurzen Stempeleinkehr in der Vidar Alp, sind es nur noch 3 Minuten bis zum Ziel, wo meine Frau auf mich wartet und ich mir ein verdientes Essen genehmige und ein erfrischendes Getränk.
Das Wetter für morgen sieht nicht besonders aus, Deshalb war es die letzte Tour im Paznaun.
Ich hoffe Ihr hattet Spass beim lesen und konntet vielleicht einige Ideen für eigene Reisen oder Wanderungen mitnehmen. Bis bald!!!
Dank an unsere Unterkunft
Ich möchte hier auch mal über unsere Unterkunft etwas sagen. Wir waren in C(h)illas von Apart Mattle untergekommen. Ein wunderschönes Objekt, aussen wie innen. Sehr modern ausgestattet. Top gepflegt. Umlaufender Balkon mit tollem Südblick in das Tal. Ein Lift macht es viel einfacher im Sommer wie im Winter. Die Sauna ist noch ein weiteres Highlight. Die Lage direkt an der Diasbahn, mit der Bushaltestelle, ist der ideale Ausgangspunkt für Ausflüge und Wanderungen. Anbei einige Fotos.
Ein besonderer Dank gilt den freundlichen, kompetenten und zuvorkommenden Damen an der Rezeption. Sie geben einem das Gefühl, mit jedem Anliegen oder jedem Problem zu Ihnen zu kommen.
Vielen lieben Dank!
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Kommentare
Hallo Kai,
Super, toller Blog von dir !
An die vielen schönen Erinnerungen dieser großartigen Tour, die wir zusammen mit tollen Teilnehmern gemacht haben.
Viele Grüße
Marc
Lieber Kai,
ich kann mich Gustav nur anschließen und Dir für die tolle Aufbereitung und Zusammenfassung danken. Es war eine tolle Tour mit lieben Menschen, die mir lange in Erinnerung bleiben wird und es gerade nicht einfach macht wieder im Alltag anzukommen :-).
Liebe Grüße,
Carsten
Hi Kai, habe mir heute Morgen nochmals deinen Reiseverlauf angesehen und muss sagen, dass er gelungen ist. Als Teilnehmer werde ich hiervon noch Jahre profitieren. Als wir abends gemütlich beisammen saßen, hast du dir noch die Zeit genommen, uns diese eindrucksvolle Alpenüberquerung in Erinnerung zu halten.
Hierfür nochmals ein dickes Dankeschön vom ältesten Teilnehmer, der auf 2 400m in einem Bergsee gebadet hat.
Gerne erinnere ich mich zu meinem 111 Geburtstag an dieses tolle Erlebnis.
Gustav